„Jede Form ist das Produkt einer spezifischen Bewegung“

Gustav Jaeger

Vorwort

Liebe Leserin und lieber Leser,

ich begrüße Sie recht herzlich auf meiner neuen Webseite. Damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben möchte ich mich ganz kurz vorstellen. Zunächst: Ich habe wohl für ein bisschen Verwirrung gesorgt, da ich im Dezember 2007 meinen Namen geändert habe: Aus Grönbeck wurde Gienger. Viele haben mir deshalb zur Hochzeit gratuliert. (Danke!)
Hier die Richtigstellung: Nein, ich habe nicht geheiratet, ich bin schon seit 10 Jahren ent-heiratet. Nie schien es aber der richtige Zeitpunkt zu sein, den Namen zu ändern ... einmal wegen den Kindern, einmal wegen des Verlags, dann wegen der Autorentätigkeit ... Aber im Dezember ´07 war es einfach soweit und  nichts konnte mich aufhalten. „Back to the roots“ war die Devise.

Wenn mich jemand googeln möchte, so kann er auch mal Selma Grönbeck eingeben. Mein Verlag ist noch immer verheiratet und heißt weiterhin Selma Grönbeck Verlag, da sonst die früheren Werke nicht aufgefunden werden können. (Warum küssen sich die Menschen? – Der wissenschaftliche Beweis – Die Wirksamkeit der Homöopathie, Selma Grönbeck, S. Grönbeck Verlag. – Mit Homöopathie die Seele heilen, Selma Grönbeck, Haug Verlag Stuttgart. – Die Entdeckung der Seele, Prof. G. Jaeger, Selma Grönbeck Verlag)

Hier ein kleiner Steckbrief, für alle die mich noch nicht kennen:

Ich bin als Selma Gienger am 18.4.1960 in Pforzheim geboren und habe drei Kinder, Sophia (geb. 1982), Uli (geb. 1984) Nico (geb. 1991) und eine Enkelin, Maya (geb. 2004).

Eigentlich wollte ich schon als Kind Medizin studieren und so waren alle Puppen nur interessant, wenn sie krank waren. Haare schnitt ich ebenfalls schon zu dieser Zeit sehr gerne ab. Mein Bruder Thomas war, als er ca. 6 Jahre alt war, das erste Opfer.
Der Haarschnitt hielt außergewöhnlich lange vor, so kurz hatte ich sie abgeschnitten.

Mein erster Beruf war Anästhesieschwester. Generell war ich nur Krankenschwester geworden, um mir damit später mein heiß ersehntes Medizinstudium finanzieren zu können. Aber wie das Leben manchmal so ist, es kam anders:

Ein mir 7 Jahre gehörender Hautausschlag brachte mich mit vielen Hautärzten und noch mehr Salben in Kontakt. Als „unheilbar“ wurde ich von der Schulmedizin entlassen. Ich traf zum großen Glück in der Zeit eine frühere Kollegin, welche mich zu einem Homöopathen schickte. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht mehr über Homöopathie, als dass es eine verrückte Sorte Therapeuten gäbe, die mit Verdünnungen hantieren, welche so verdünnt seien, als hätten sie in den Bodensee gepinkelt ...

Schmunzelnd denke ich zurück, wie ich meinen armen Homöopathen für völlig bekloppt hielt, als er mir drei Tropfen eines Mittels gab und mir auf meine Frage, wie oft ich das Mittel denn einnehmen müsse, sagte: „Das  reicht, kommen Sie in fünf Monaten wieder.“ Das passte überhaupt nicht in mein schulmedizinisch vorgefertigtes Weltbild. Aber ich wurde eines Besseren belehrt: Der Ausschlag juckte ab dem ersten Tag nie wieder und war nach 7 Monaten komplett verschwunden... und ich hatte in keiner Weise an diese „Bodensee-Tropfen“ geglaubt.
DAS ließ natürlich meinem Forscherdrang keine Ruhe mehr und im Haus breiteten sich langsam aber sicher, krakenartig Homöopathiebücher aus, wie mein damaliger Ehemann sich einmal bitter beschwerte. Als ordentlicher Schulmediziner hatte er damit natürlich ein schweres Los gezogen! Homöopathie! Wohin sein Auge reichte... Das konnte ja nicht gut gehen. Eine Ehefrau, die plötzlich völlig von Sinnen war, mit Widderhörnern sich gegen alle schulmedizinischen und ehemännlichen Einwände vehement auflehnte, eine Ausbildung in München an der Akademie für Klassische Homöopathie absolvierte, an jenen Tagen den Herd verließ und die Kinder in väterliche Obhut gab.

Es muss ein schrecklicher Tag für ihn gewesen sein, als Schulmediziner meine Tafel „Praxis für Klassische Homöopathie“ an der Wand anzubringen. Es war am 1. April 1995. Aber er tat es. Maulend, dass er jahrelang studiert hätte, bohrte er mit der Bohrmaschine die Löcher in die Wand ... und ich danke ihm dafür und noch für Vieles! (Später spachtelte er sie dann wieder zu. In Frieden.)

Ich hatte nie vor Bücher zu schreiben, aber auch das sollte anders kommen. Inmitten des ganzen Trennungsdramas und der heimlichen Schlacht „Schulmedizin contra Homöopathie“ überraschte mich – im Frühjahr 2000 - der Anfang der außergewöhnlichen Geschichte: Die Entdeckung der Anthropine, der homöopathischen Kügelchen aus Menschenhaaren ...

Ich kann mittlerweile sehr gut nachempfinden, wie es meinem Ur-Ur-Großvater, Gustav Jaeger, gegangen sein muss, als er damals auch noch behauptete, dass Spermien sich am Geruch der Eizellen orientieren würden und sich von diesem Geruch in Bewegung versetzen und angezogen würden. Bis 2003 hat es gedauert, bis man an der Ruhr-Uni das „neu“ entdeckte und Jaeger damit glücklich entlastet wurde. Damals hieß es sicher: „Der Jaeger, jetzt hat’s in endgültig erwischt! Wir können ihn bald abholen lassen! Erst die Haarkügelchen und jetzt auch noch so was! Spermien riechen Eizellen! Wo gibt es denn so was! Er muss verrückt geworden sein!“

Mittlerweile habe ich die ganze Geschichte zu Papier gebracht und man kann sie in meinem Buch „Das Vermächtnis des 7. Parfums“ nun endlich lesen. 484 Seiten sind es geworden und dabei fehlen noch 160 Seiten, welche durch 242 Fotos geopfert werden mussten. Ich werde einige Seiten davon im nächsten Jahr in meinem Newsletter versenden. Ich bitte um Entschuldigung, dass es in diesem Jahr so gut wie keinen Newsletter gegeben hat, aber es war mir durch das Schreiben des Buches einfach zeitlich nicht möglich.

Ich wünsche Ihnen allen eine schöne Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest

... und viel Spaß beim Lesen meines neuen Buches!

Ihre Selma Gienger  - Im Dezember 2009

 

Welchen Leser ich wünsche? Den unbefangensten, der mich,
sich und die Welt vergißt, und in dem Buche nur lebt."

Johann Wolfgang von Goethe