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[Download]Die Normalkleidung als Gesundheitsschutz, G. Jaeger

In diesem Büchlein (DIN A 6, 253 Seiten) finden sich Aufsätze, welche Gustav Jaeger für das "Neue Deutsche Familienblatt" schrieb. (Jahrgang 1872-1880).

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

1.  Gesundheitspflege

2.  Wollhemden

3.  Der Wert der Körperbewegung für die Gesundheit

4.  Gesundheitsregeln für Monat März

5.  Gesundheitsregeln für Monat September. 1876

6.  Gesundheitsregeln für Monat September. 1877

7.  Ein Hausmittel

8.  Über Unterleibchen

9.  Etwas über die Krankheitsursachen

10. Meine neueste Entdeckung

11. Nachtrag zu meiner neuesten Entdeckung

12. Das Turngewand

13. Die Luft in Schulstuben

14. Die frische Luft

15. Über Essen und Trinken

16. Zur Bekleidungsfrage

17. Über Kahlköpfigkeit

18. Die Schafwolle

19. Der Zorn

20. Die Sommerhitze

21. Die Staubeinatmung

22. Briefkasten

23. Sommer- und Winterkleid

24. Gustav Jaeger und die Juden

25. Vom Büchertisch

26. Der Katarrh

27. Hemd, Hose und Hut

28. Das natürliche Lebensalter des Menschen

29. Briefkasten

30. Die Diphteritis

31. "Wollene Bedenken" - Von einem Wollenen, 1880, Nr. 3

32. Die "wollenen Bedenken" - Auch von einem Wollenen, 1880, Nr. 5

33. Fußbekleidung

34. Andere "wollene Bedenken"

35. Salonfähigkeit und Reinlichkeit

36. Hals- und Kopfbedeckung

37. Verweichlicht die Wolle?

38. Briefkasten

39. Die Wollkur

40. Das Bett, 1880, Nr. 21

41. Fuß- und Halsbekleidung

42. Wollenes

43. Aus dem Kapitel vom Bett

44. Das Beinkleid

45. Briefkasten_Schlusswort der ersten Auflage

46. Zur Beleidungsreform

47. Die Stechfliegen

48. Der Normalschuh

49. Das Bett, 1880, Nr. 41

50. Was tut den Feuerwehrmännern vor allem Not?

51. Briefkasten

52. Briefkasten

53. Nachtluft

54. Wie führt man Neues ein?

55. An Herrn Eduard Wechsler in Ulm

56. Briefkasten

57. Ein Selbstmord

 

 

Kleine Leseprobe:

 

Aus Kapitel 3 "Der Wert der Körperbewegung für die Gesundheit":

 

"...S. 5 ... Mangel an ausgiebiger körperlicher Bewegung erzeugt nun - bei dem einen rascher, bei dem anderen langsamer - sowohl Veränderungen in den chemischen Mischungsverhältnissen als in der physikalischen Beschaffenheit der Substanz des Körpers, die wir im einzelnen betrachten müssen.

 

Voraus stelle ich die Zunahme des Fettgehaltes, die mit sitzender Lebensweise fast immer eintritt, wenn die Ernährung eine gute ist. Die nachteiligen Wirkungen der Fettaufstauung sind folgende:

 

Durch genaue Versuche ist festgestellt, dass fette Leute erheblich Blut haben als magere und es ist deshalb ganz falsch, wenn man mit der für Fette landläufigen Bezeichnung "vollsäftig" die Vorstellung von "vollblütig"

verbindet, sie sind im Gegenteil "blutarm" und das ist bereits eine wirkliche Krankheit, die sich fortwährend in einer Reihe von kleiner Störungen des Allgemeinbefindens äußert und es gibt mehrere Krankheiten, von denen Fette leichter befallen werden und denen sie leichter erliegen als Magere, nämlich alle die, bei welchen die Menge des Blutes entscheidend ist.

In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ist bekannt, dass blutarme Leute weniger leisten als blutreiche, weil die Leistungsfähigkeit eines Organs von der Stärke seiner Durchblutung abhängt.

 

Ein anderer Nachteil des Fettwerdens ist, dass das Fett raumbeengend auf den Blutumlauf und die Atmung wirkt. Der erste Übelstand äußert sich in einer unrichtigen Verteilung des Blutes im Körper, die zwar im Zustand völliger Ruhe weniger deutlich ist, allein sofort zur Erscheinung kommt, wenn der Blutumlauf beschleunigt wird; dann zeigt das rasche Rotwerden des Gesichtess, dass ein übermäßiger Butandrang gegen den Kopf besteht, der Eingenommensein des Kopfes, Schwindel, Schläfrigkeit und zuletzt Schlaganfälle hervorrufen kann. Die andere Unregelmäßigkeit in der Blutverteilung beruht darauf, dass die Rückkehr des Blutes aus den unteren Körperteilen zum Herzen durch die Raumbeengung ... S. 7: ...von der bekannten Bantingkur, die darin besteht, dass man möglichst wenige fett- und mehlhaltige Stoffe isst, warne ich jeden, bei dem der Fettansatz einen größeren Umfang erreicht hat, weil sie hier gefährlich werden kann ... S. 20 ... Hier will ich namentlich über das Schulturnen einige Worte sagen. Das Schulkind, ist während der Schule und der Anfertigung seiner Hausaufgaben zu sitzender Lebensweise verurteilt, außerdem wirken zwei Umstände auf eine unnatürliche Blutverteilung hin. Nach dem Gesetz, dass ein Organ, während es arbeitet, circa 90 Prozent mehr Blut für sich in Anspruch nimmt, als in der Ruhe, hat die geistige Arbeit des Schulkindes eine abnorme Blutfülle des Gehirns zur Folge. Dieser Blutandrang gegen den Kopf wird aus folgendem Grunde noch mehr gesteigert. Es ist jedem bekannt, dass in einem Zimmer die Luft an der Decke viel wärmer ist, als am Fußboden, insbesondere im Winter ... Das richtig Gegenmittel ist natürlich eine Tätigkeit, welche das Blut vom Kopf in die Füße ableitet und eine solche ist selbstverständlich die Laufgymnastik, welche ich deshalb für die einzig richtige Methode des Schulturnens halte, insbesondere weil sie am geeignetsten ist, durch ...."

 

 

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Diesen Artikel haben wir am Monday, 14. December 2009 in unseren Katalog aufgenommen.

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